Einschulung

Lehrplanbezug:

 

Schuleingangsphase

 

Die Schuleingangsphase umfasst die Klassen 1 und 2. Dort wird in der Regel jahrgangsübergreifend unterrichtet, soweit eine Schule nicht mit Zustimmung der Schulkonferenz eine andere Organisationsform wählt, die individuelle Förderung ebenso ermöglicht.

 

Aufgabe der Lehrkräfte ist es in dieser Phase, alle Kinder auf der Grundlage des festgestellten Lernstands individuell zu fördern und damit die Voraussetzung für ein erfolgreiches weiteres Lernen zu schaffen. Das bedeutet, ihnen eine ihrer Lernentwicklung entsprechende, unterschiedliche Lernzeit in der Schuleingangsphase zu ermöglichen.

 

Die Schulkonferenz der Michaelschule hat beschlossen, dass auch in der Schuleingangsphase jahrgangsbezogen unterrichtet wird.

 

Als einen wichtigen Baustein eines kindgerechten Schulanfangs sehen wir die notwendige Kooperation zu den ortsansässigen Kindergärten. Der Ortsteil Groß Reken verfügt derzeit über die drei folgenden Kindergärten:

 

  • „St. Heinrich“, Liekstegge, Tel. 2443, Leiterin: Frau Lütkebohmert
  • „Der Gute Hirte“, Von-Kettleler-Str. 1, Tel. 5116, Leiterin: Frau Rentmeister
  • „AWO“ Kindertagesstätte, Lindenweg 19, Tel. 7793, Leiterin: Frau Neuden

 

Schon frühzeitig werden die einzuschulenden Kinder in ihre zukünftige Schule eingeladen. An diesem Vormittag lernen sie die Räumlichkeiten ihrer neuen Schule kennen, sie nehmen an einer Unterrichtsstunde und an einer Vorführung teil und knüpfen, wenn nicht schon vorher geschehen, Kontakt zu ihren Paten. Die Kinder der 3. Klassen haben je einen Schulneuling als ihr Patenkind, welches sie mit einem Brief begrüßen. Sie sollen den „Kleineren“ helfen, sich rasch zurechtzufinden und ihnen in den ersten Wochen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

 

Seit dem Schuljahr 2004/05 lädt die Schulleitung die künftigen Schulneulinge und deren Eltern zur Anmeldung in die Michaelschule ein.

 

Ab dem Schuljahr 2010/20111 werden alle einzuschulenden Kinder Ende Oktober in den Kindergärten auf ihre soziale Kompetenz und ihre mathematischen Voraussetzungen hin überprüft. Wurde Belastungsbedarf festgestellt, wird ein Gespräch mit den Eltern, Erzieherinnen und der Schulleitung geführt. 

 

Hierbei wird überlegt, welche Fördermöglichkeiten bis zur Einschulung noch durchzuführen sind. Alle Kindergärten im Ort bieten bis zur Einschulung eine besondere Sprachförderung an.

 

Eine Befragung (Fragebogenaktion) zu den Schulfähigkeitskriterien und deren Auswertung hat für unser Kollegium folgende Kriterien ergeben:

 

1. Motorische Fähigkeiten wie:

 

  • Umgang mit diversen Materialien (Schere, Stifte, Kleber etc.),
  • Selbständiges An- und Auskleiden,
  • Jacke aufhängen,
  • Schuhe zubinden,
  • Stift richtig halten können,
  • Schleife und Knoten binden.

 

2. Konzentrationsfähigkeit:

 

  • über einen angemessenen Zeitraum konzentrieren
  • zuhören, für bestimmte Zeiten still sitzen
  • einer Geschichte zuhören und den Inhalt verstehen
  • Begonnenes zu Ende bringen.

 

3. Emotionale Fähigkeiten:

 

  • Selbstbewusstsein,
  • Frustrationstoleranz,
  • Rücksichtnahme,
  • Lern- und Leistungsmotivation
  • Kontaktfähigkeit,
  • Akzeptanz der Raum- und Zeiteinteilung.
  • Loslösung von den Eltern
  • Besitzt es Unrechtbewusstsein


4. Kognitive Fähigkeiten

 

  • Speicher- und Merkfähigkeit
  • vorhanden Anweisungsverständnis
  • Denkfähigkeit

 

All diese genannten Kriterien können nach Meinung des Kollegiums der Michaelschule dazu dienen, die Schulfähigkeit eines Kindes zu beurteilen oder zu verändern.

 

Im November werden die Eltern der Schulanfänger zu einem Elternabend in die Pausenhalle unserer Schule eingeladen. An diesem Elternabend stellt die Schulleitung das pädagogische Konzept der Michaelschule vor und zeigt die Räume der Schule. Vor den Sommerferien findet ein weiterer Elternabend statt, auf dem u.a. die Grundsätze für die Zusammensetzung der einzelnen Klassen erklärt werden. Sie weist auf Möglichkeiten und Notwendigkeiten zur Verkehrserziehung hin. Die Eltern erfahren, was die Kinder für den Schulanfang benötigen (Elternanteil, Hefte, Stifte, ...). Der Ablauf des 1. Schultages wird besprochen. Dann wird mitgeteilt, welches Kind in welcher Klasse ist. Anschließend stellt die Schulleiterin den Eltern, falls möglich, die Klassenlehrer/in ihres Kindes vor. Die Eltern haben dann noch die Gelegenheit zum Gespräch mit dem jeweiligen Klassenlehrer bzw. der jeweiligen Klassenlehrerin.

 

Es steht den Klassenlehrer/innen frei, in den Ferien schon einen schriftlichen Kontakt zu den Kindern der Klasse herzustellen.

 

Gestaltung des Schulanfangs:

 

Am zweiten Schultag eines jeden Schuljahres werden die Kinder eingeschult. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Heinrich, an welchem auch neben den Paten die Eltern und andere Verwandte teilnehmen können, kommen die Kinder zur Schule. Durch ein Spalier werden sie zur Pausenhalle oder auf den Schulhof geführt. Nach einer kurzen Begrüßung gehen die Kinder in ihre Klassen und haben dort ihre erste Unterrichtsstunde. Gleichzeitig findet in der Pausenhalle ein Elterncafe` statt, welches von den Eltern unserer 4. Klassen freundlicherweise vorbereitet wird. Hier haben die Eltern die Gelegenheit, sich kennen zu lernen. Nach der ersten Stunde erwarten die Angehörigen die Kinder auf dem Schulhof. Jetzt ist auch noch die Gelegenheit gegeben, in den Klassen Fotos und Videos zu machen.

 

Mögliches Programm:

 

  • 09:30 Uhr Ökumenischer Wortgottesdienst in der Kirche St. Heinrich (Gestaltung: Schüler Patenklassen)
  • Begrüßungsspalier auf dem Schulhof
  • Gegen 10.00 Uhr Begrüßung in der Pausenhalle oder auf dem Schulhof

 

Anschließend eine Stunde Unterricht z.B. Erlernen eines Liedes (Wir gehen in die Schule), Hausaufgabe (wichtig!). Gleichzeitig Elterncafé (vorbereitet durch Eltern der 4. Klassen in der Pausenhalle)