Projekte und Aktionen im Schuljahr
Projekte sind fester Bestandteil unseres Schullebens. In den Klassen werden einmalige Projekte veranstaltet, wie z.B. das Buchstabenfest im 1. Jahrgang.
Es gibt aber auch regelmäßig stattfindende Projekte:
- Zirkus
- Mein Körper gehört mir
- Gesundheitsförderung
- Die bewegte Pause
- Vorlesetag
Zirkusprojekt
Alle vier Jahre heißt es an der Michaelschule „Vorhang auf, Manege frei!“, so dass jedes Kind während seiner Grundschulzeit einmal am Zirkusprojekt teilnimmt. Bisher arbeiteten wir mit dem Zirkus Rasch zusammen, der professionell und kindorientiert eine Woche einen großen Beitrag zur Förderung der Teamfähigkeit und Selbstständigkeit unserer Kinder leistete.
Die Kinder der dritten und vierten Klassen helfen stets beim Aufbau des Zeltes mit und erfahren so, welch harte Arbeit dem Auftritt in der Manege vorausgeht.
An einem Vormittag üben dann die Kinder der einzelnen Jahrgangsstufen verschiedene Zirkusnummern ein, die sie am Abend in der Manege präsentieren. Da werden akrobatische Glanzleistungen auf Pferderücken gezeigt, Zauberer und Seiltänzer sorgen mit ihren Kunststücken für Erstaunen, Fakire begeistern die Zuschauer und die Clowns bringen das Publikum zum Lachen.
Zur Gala-Vorstellung werden Eltern, Großeltern, Freunde und alle interessierten Rekener Bürger geladen.
Das Zirkusprojekt ist ein fester und wichtiger Bestandteil des Schullebens.
Die Kinder
- zeigen im Miteinander tolerantes Verhalten
- werden befähigt, Verantwortungsbewusstsein füreinander zu übernehmen
- steigern ihr Körpergefühl
- üben Disziplin zu halten
- erfahren Freude an der Bewegung
- erfahren eine Stärkung des Selbstbewusstseins durch den Auftritt vor Publikum
- werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt
- zeigen Einsatzfreude und erlernen diese für die Zukunft
Schließlich werden Kinder, Lehrer und Eltern mit diesem Projekt als Gemeinschaft zusammengeführt, was zu einer Verbesserung des sozialen Klimas an der Michaelschule führt.
Mein Körper gehört mir
Ein Präventionsprojekt gegen sexuelle Gewalt an Kindern.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, hier der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, ist seit dem Schuljahr 2008/2009 das Projekt „Mein Körper gehört mir“ fester Bestandteil des Schulprogramms. Das interaktive Theaterprojekt wird im Abstand von zwei Jahren für die Kinder der dritten und vierten Klassen aufgeführt, so dass alle Schüler während ihrer Grundschulzeit teilnehmen können. Gleichzeitig wird ein Präsentationsabend für die Eltern angeboten, an dem die interaktive Szenencollage vorgestellt wird.
Den Eltern werden auf diese Weise die Ziele des Konzeptes vermittelt:
- Kinder, die wissen, wie sie sich in unsicheren Situationen verhalten können, gehen gestärkt durchs Leben.
- Der Erwerb von praktischen Strategien im Umgang mit verletzenden Situationen wird durch den interaktiven Charakter deutlich hervorgehoben und vermittelt.
- „Sich selbst vertrauen“ und damit eigene Ja- und Nein- Gefühle vertrauten Personen mitzuteilen und sich so Hilfe holen, stellt eine Stärkung des Selbstwertgefühls dar.
- Das Projekt hilft das Schweigen zu brechen, das den Täter schützt und das Opfer isoliert.
Parallel zu diesem Projekt, das in drei Unterrichtsstunden im Abstand von einer Woche durchgeführt wird, erfolgt eine Aufarbeitung im Unterricht auf Grundlage des pädagogischen Begleitmaterials der theaterpädagogischen Werkstatt. Die Kompetenzerwartung „Die Schülerinnen und Schüler kennen Verhaltensempfehlungen in Risikosituationen, z.B. sexuelle Belästigung“ wird durch das Projekt deutlich herausgestellt und unterstützt.
Zeitnah zu o.g. Projekt lernen die Kinder des ersten und zweiten Jahrgangs die „Nein- Tonne“, ebenfalls eine Szenencollage der theaterpädagogischen Werkstatt, kennen. Die eigenen Gefühle wahrzunehmen und zu beachten ist wichtig für das Selbstbewusstsein eines jeden Menschen. Die Kinder lernen ihrer Wahrnehmung zu vertrauen und dass nicht jedes Geheimnis gut ist.
Die „Nein- Tonne“ bereitet auf das Stück „Mein Körper gehört mir“ vor.
Gesundheitsförderung
Unser Ziel: Gesunde, starke und selbstbewusste Kinder
Um dem genannten Ziel näher zu kommen, nimmt die Michaelschule aufgrund eines Beschlusses der Schulleitung und des Kollegiums seit dem Schuljahr 2008/2009 an dem Programm Klasse 2000 teil, einer Präventionsmaßnahme zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung für Grundschulkinder. Im Schuljahr 2009/2010 sind die ersten und zweiten Jahrgänge involviert.
Die Ziele im Einzelnen:
- Unsere Kinder kennen ihren Körper und entwickeln eine positive Einstellung zur Gesundheit.
- Unsere Kinder kennen die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung und haben Freude an einem aktiven Leben.
- Unsere Kinder entwickeln persönliche und soziale Kompetenzen.
- Unsere Kinder lernen den kritischen Umgang mit Tabak, Alkohol und den Versprechen der Werbung.
- Das Umfeld unserer Kinder – Eltern, Schule und Gemeinde – unterstützt sie beim gesunden Aufwachsen.
Klasse 2000 ist das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung für Kinder der ersten bis vierten Klassen.
Die Lehrer erhalten Vorbereitungsmaterial und Unterrichtsvorschläge, die Kinder bekommen jedes Jahr ein Klasse 2000- Arbeitsheft.
Bis zu drei Unterrichtseinheiten pro Schuljahr gestaltet die Klasse 2000-Gesundheitsförderin, Frau Dillmann.
Wichtig sind die Einbindung sowie Information der Eltern, denn nur so kann Gesundheitsförderung Erfolg haben.
Klasse 2000-Themen sind:
- Atmung, Entspannung und Bewegung
- Gesunde Ernährung und Bewegung
- Umgang mit Problemen und negativen Gefühlen
- Gewaltfreie Lösung von Konflikten
- Gefahren von Tabak und Alkohol
- Rollenspiele: Nein- Sagen bei Gruppendruck
Das Projekt Klasse 2000 wird über Spenden in Form von Patenschaften für einzelne Schulklassen finanziert, das sind 220,- Euro pro Schuljahr.
Als Paten engagieren sich z. Zt. an unserer Schule der Lions Club, Kirchenorganisationen, Banken und der Förderverein.
Klasse 2000 vermittelt den Kindern eine positive Einstellung zur Gesundheit und zum eigenen Körper, fördert ihre Lebenskompetenzen.
In Zukunft sollen außerdem, nachdem vor einiger Zeit eine Gesundheitswoche mit großem Erfolg an der Michaelschule statt fand, einmal im Jahr Gesundheitstage durchgeführt werden. Die Themenschwerpunkte werden sein: Selbstwert stärken, Körpererfahrungen, gesundheitsfördernde Interaktionen, Freizeitverhalten und Gesundheit sowie gesunde Ernährung.
Für 2011 sind die nächsten Tage rund um das Thema Gesundheit geplant.
Seit dem Frühjahr 2010 ist eine weitere Säule der Gesundheitsförderung in der Michaelschule die Teilnahme am EU-Schulobstprogramm.
Kinder sind immer mehr Belastungen und Gefährdungen ausgesetzt, innerhalb der Familie, aber auch durch schulischen Leistungsdruck. Zudem zeigen sie in vielen Fällen ein wenig gesundheitsförderndes Verhalten. Daher wollen wir durch vielfältige Aktionen unsere Kinder zu einer Lebensweise führen, in der Gesundheit im Focus steht und das Interesse für die Ernährung sowie die Freude am „richtigen“ Essen geweckt werden.
In den Frühstückspausen werden entsprechend dem jahreszeitlichen Angebot frisches Obst und Gemüse, das von einem örtlichen Händler geliefert wird, gern von den Kindern zusätzlich zu ihrem mitgebrachten Butterbrot verzehrt. Ein Obstdienst in den Klassen ist für das Holen und Wegbringen der Frischhaltedosen sowie der Reste verantwortlich.
Die richtige Ernährung ist für die Entwicklung, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder von großer Bedeutung. |